Freitauchen, oder auch Apnoetauchen genannt ist das Tauchen mit der eigenen Atmenluft. Vor dem Tauchgang atmet der Taucher ein und nutzt nur diese Luftreserve. Diese Tauchart ist die älteste und bekannteste und wurde schon von Menschen in der Steinzeit genutzt.
Heute wird das Apnoetauchen noch als Freizeitsport oder Leistungssport betrieben.
Für Leute, die diesen Sport als Freizeitbeschäftigung ausüben, geht es vor allem darum die Unterwasserwelt zu erkunden.
Im Leistungsbereich versuchen die Extremsportler ständig an ihre Grenzen zu gehen, um so neue Weltrekorde zu erobern. Man unterscheidet viele unterschiedliche Disziplinen des Apnoetauchens. Die wohl „einfachste“ Disziplin ist das statische Apnoetauchen. Ziel des statischen Apnoetauchens ist die Luft so lange wie möglich anzuhalten. Die Rekorde in diesem Bereich liegen bei unglaublichen 10 Minuten. Aber Vorsicht: Versuchen Sie niemals solche Rekordversuche selbst nachzumachen. Des Öfteren haben solche Versuche bereits mit dem Tod geendet.
Denn bevor man mit dem Apnoetauchen beginnt, sollte jedem bewusst sein, dass die Steuerung der Atmung erst erlernt werden muss. Durch regelmäßiges und sorgfältiges Training ist es möglich, die sogenannte „Apnoeleistung“ deutlich zu steigern und den Sauerstoffverbrauch auf ein Minimum zu senken.
Viele fragen sich nun bestimmt wie so ein Tauchvorgang aussieht:
Bevor man mit dem Tauchen beginnt, sollte man seine Herzfrequenz absenken. Dies kann durch Konzentration oder Meditation erfolgen. Allmählich sinkt dadurch der Kohlenstoffgehalt im Blut. Zusätzlich wird die Herzfrequenz durch den sogenannten Tauchreflex verlangsamt. Der Tauchreflex ist eine Reaktion des Körpers, die das Ziel verfolgt länger unter Wasser überleben zu können. Nicht, wie viele denken, die Atemnot, sondern der Druck zählt zu dem größten Problem der Taucher. Regelmäßig muss dieser vor allem im Mittelohr ausgeglichen werden, da es ansonsten zu Ohnmachtsanfällen kommen kann. Erreicht man eine bestimmte Tiefe wird das Blut in die lebenswichtigen Organe, wie etwa die Lunge, gepresst um diese in Takt zu halten.